Polnische, niederländische und deutsche Sportfreunde erwarben von mir in 2015 Bricoux-Tauben.

 Dr. Bricoux - der Großmeister des Taubensports ist bis heute unvergessen. 

 

 

Quelle: Lahaye/Cordiez "Die Belgische Reisetaube" Akros Verlag, Hamburg, S. 240 b

Dieses Foto war zuvor erschienen in "The Sport of Pigeon Racing"von Dr. W. Anderson, Schottland.

Die Bildinformation lautet:

"Der Arzt Dr. Bricoux war ein großer Taubenkenner und einer der erfolgreichsten Züchter Belgiens bis zur Vernichtung seines Schlages im 2. Weltkrieg. Seine taubenzüchterische Laufbahn begann er kurz vor 1900 mit Tauben von Sluys, Carlier und Omnozez (Wegge). Die großartigen Reiseerfolge brachte die Einführung der Bekeman-Grooters. Von 1905 - 1914 errang Dr. Bricoux bereits 2120 Preise auf Flügen bis zu den weitesten Entfernungen. Um die starkknochigen Bekemans im Knochenbau zu verfeinern führte er Tauben von Rousseaux in Welcourt ein. Nach dem Kriege wurden aus dem gleichen Grunde zwei rote Baclene-Täuber erworben, die vor allem die Erfolge auf den Langstrecken ansteigen ließen. Die Bricoux-Tauben bestehen seither zur Hauptsache aus dunkel- und hellgehämmerten und blauen Bekeman-Grooters sowie rostroten und fahlen Baclene-Wegges. Dazu kamen ab 1922 auch noch einige Sion-Tiere. Das Zuchtverfahren von Dr. Bricoux war strenge Inzucht mit gelegentlichen Einkreuzungen."

 

 

La Plume Noire, Belge 300459-25

gezüchtet von Dr. Bricoux (aus "The Sport of Pigeon Racing von Dr. W. Anderson, Schottland. Mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers, Herrn Major Osman, London) . Erschienen in Lahaye / Cordiez "Die belgische Reisetaube", Akros Verlag, Hamburg, S. 248 d.

 

Dazu heißt es:

"Dieser hervorragende Sieger auf Nationalflügen ist ein direkter Bruder des berühmten "Julius Cäsar". Er wurde 1930 auf dem Rekordverkauf Bricoux'scher Tauben zusammen mit zwei anderen Tieren für 176 Pfund (damals 3500 RM) von Dr. Anderson ersteigert. "La Plume Noire" ist ein Enkel eines jener beiden roten Baclene-Täuber, die Dr. Bricoux nach dem ersten Weltkrieg zur Verfeinerung des Knochenbaues seinen Bekemans einkreuzte. Aus der Paarung dieses Baclene-Vogels mit einer Bekeman-Täubin ging u.a. "La Petite Rousse" hervor, die wiederum an einen dunklen Bekeman gepaart wurde. Aus diesem Paar fielen zusammen mit Julius Cäsar (1.Bordeaux usw.) La Plume Noire (4.Bordeaux),  Le Petite Roux (1.Bordeaux, 2.Dax usw.), La Bonne Ecaillée (1.Dax von 5000 Tauben), Le St. Vincent (2.Bordeaux, 7.St. Vincent) insgesamt 11 ganz hervorragende Sieger auf Langstrecken".

 

Ein typischer Vertreter der Bricoux-Rasse auf dem Schlag von Wilfried Bracht :

 

 

Bricoux-Tauben haben wie kein anderer Stamm Geschichte geschrieben. Hier sehen Sie nachfolgend die  

                    Bestgereiste Taube 1953 der RV Bottrop / Südostrichtung 

                               Besitzer: H. Althoff        Abstammung  H. Sandforth

 

Dieser Vogel errang 1953 11 Wettflugpreise, davon flog er auf Passau II den I. Preis  

 ,  

Die weltweit beachtete Teilversteigerung des Bestandes von Dr. Bricoux im Jahr 1930 

 

Am 25. Dezember 1930 ließ Dr. Arthur Bricoux im Palais du Midi in Brüssel 137 Tauben versteigern.  

Die Gründe für die Versteigerung werden im familiären Bereich vermutet. Dies war ein Schritt, der dem großartigen Züchter besonders schwer gefallen sein dürfte.

Hier zeige ich Ihnen 8 der roten Versteigerungstauben. Die Fotos sind einer Kopie des Versteigerungskatalogs entnommen, die sich in meinem Besitz befindet. Leider ist die Kopie nicht von guter Qualität, so dass die gezeigten Fotos zu wünschen übrig lassen.

 

Wie aus den Leistungsbeschreibungen des Verkaufskatalogs hervorgeht, kann die unter Züchtern auch heute noch weit verbreitete Ansicht, dass Bricoux-Tauben nur für die Weitstrecke geeignet sind, zu den Akten gelegt werden. Dr. Bricoux nahm mit seinen Tauben an Wettflügen zwischen 250 km und 900 km teil, auf allen Strecken mit großem Erfolg. Besonders im Gedächtnis blieben der Züchterschaft naturgemäß seine riesigen Erfolge auf den nationalen Flügen der Weitstrecke. 

 

 

Der Superflieger und -vererber Jules Cesar errang unter anderem den 1.Preis auf Bordeaux mit deutlichem Vorsprung. Er wird im Verkaufskatalog als großer Vererber und standardmäßige Taube beschrieben  mit idealer Form, starker Muskulatur und hervorragendem Gefieder. 

 

                           

 La Chainette errang u.a. 1929 den 1.Preis auf Saint Vincent gegen 2551 Tauben. 

 

 

Le Petit Mousquetaire errang u.a. Bordeaux den 1. Preis,  Angouleme den 2. Preis, Dax national den 7. Preis .  

 

 

 Le Petit Roux errang u.a Angouleme den 3. und 5. Preis,  den 1., 3. und 8 Preis auf Bordeaux, den 2.Preis auf Dax national 

 

 

 Le Plume Noir errang u.a. den 2. Preis auf Limoges, den 4. Preis auf Bordeaux sowie jeweil den 10. Preis auf Bordeaux, Dax und Saint Vincent. 

 

 

 Le Raucelot erflog auf  Limoges, Bordeaux und Dax jeweils eine 3. Preis.  

 

 

 

 

 

 

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